Vom 22. bis zum 24. September durften wir als Hans und Ilse Breuer-Stiftung den 24. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung (DKVF) in Hamburg begleiten – wie auch in den vergangenen fünf Jahren nicht nur als Sponsor, sondern auch als aktiv Teilnehmende. Es war eine inspirierende Gelegenheit, sich intensiv mit aktuellen Forschungsergebnissen auseinanderzusetzen und neue Perspektiven für die Versorgungsforschung zu gewinnen.
Bemerkenswert: Mit über 1.100 Teilnehmenden wurde ein Besucherrekord erreicht! Das rege Interesse hat deutlich gezeigt, wie stark das Thema Versorgungsforschung in Deutschland wächst. Dazu trug sicherlich auch das herrliche Wetter in Hamburg bei – so wurde die Stadt zum perfekten Rahmen, um Networking und Austausch auch außerhalb der Vortragssäle zu genießen.
Besonders spannend waren für uns natürlich die Sessions rund um das Thema Demenz. Wir haben Projekte kennengelernt, die innovative Wege in der Versorgung und Begleitung von Menschen mit Demenz aufzeigen – von neuen Betreuungsideen über die Unterstützung von Angehörigen bis hin zu digitalen Hilfsmitteln, die den Alltag erleichtern. Ansätze dieser Art machen Forschung greifbar und zeigen, wie wichtig es ist, den Alltag der Betroffenen im Blick zu behalten.
Doch der Kongress bot weit mehr als nur Einblicke in die Demenzforschung. Zahlreiche Vorträge und Diskussionsrunden eröffneten Blicke über den Tellerrand – sei es zu Digitalisierung im Gesundheitswesen, partizipativer Versorgungsforschung oder innovativen Methoden der Evidenzgewinnung. Besonders inspirierend war der Austausch mit jungen Forschenden, die voller Ideen und Engagement daran arbeiten, Versorgung praxisnah zu verbessern.
Ein Schwerpunkt des Kongresses war der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in Forschung und Praxis. Diskutiert wurden aktuelle Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen, wie KI beispielsweise die Diagnostik und Therapie unterstützt, wissenschaftliche Datenanalyse erleichtert oder innovative Lösungen in Pflege und Betreuung ermöglicht. Das hat mich persönlich sehr beeindruckt, und ich bin sehr gespannt, ob künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren auch die Betreuung und Beratung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen beeinflussen wird.
Ein besonderes Highlight dieses Jahr war das Bürgerforum, das erstmals parallel zum Kongress stattfand. Dort konnten Interessierte aus der Bevölkerung direkt mit Forschenden ins Gespräch kommen, Fragen stellen und Einblicke in aktuelle Projekte erhalten. Für uns als Stiftung ist es wichtig, dass Forschung nicht nur innerhalb der Wissenschaft, sondern auch für die Gesellschaft greifbar wird – das Bürgerforum hat genau das ermöglicht.
Insgesamt hat uns der Kongress einmal mehr gezeigt, wie wertvoll Netzwerke sind, um Forschungsergebnisse direkt in die Praxis zu übertragen und damit das Leben von Menschen nachhaltig zu verbessern. So nehmen wir viele neue Impulse mit zurück und freuen uns darauf, diese in unsere Arbeit einfließen zu lassen.
Zu guter Letzt wollen wir uns an dieser Stelle bei Prof. Wolfgang Hoffmann und seinem gesamten Team für die spannende Programmzusammenstellung und den abendlichen Austausch mit den Gruppenleitern des Kongresses bedanken.
