Neu: Ein Leitfaden für Angehörige von Menschen mit Demenz vor dem 65. Lebensjahr
Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung führt ihr erfolgreiches
Demenzprojekt „MyCareNet“ zur Unterstützung von Menschen mit Demenz vor dem 65. Lebensjahr und ihren Familien über das Jahr 2026 hinaus fort. Damit wird ein bundesweit beachtetes Modellprojekt langfristig gesichert.
Seit dem Projektstart am 1. April 2021 hat die Stiftung gemeinsam mit dem Institut für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IZGS) der Evangelischen Hochschule Hessen ein umfassendes Unterstützungsangebot aufgebaut. Unter www.demenz-vor-65.de finden Betroffene und Angehörige gebündelte Informationen, Orientierung sowie konkrete Hilfsangebote.
Des Weiteren ist ein interdisziplinäres Netzwerk entstanden, das sich über Hessen hinaus fachlich
austauscht und so zur Verbreitung von Wissen, Angeboten und praxisnahem Know-how beiträgt. Auf dieser Grundlage wurden unter anderem Online-Schulungen entwickelt, ein Begleitkonzept für Familien erarbeitet und Handlungsempfehlungen für Akteure im Gesundheitssystem formuliert.
„Menschen mit einer Demenz vor dem 65. Lebensjahr und ihre Familien stehen vor besonderen
Herausforderungen, die in bestehenden Versorgungsstrukturen oft zu wenig berücksichtigt werden. Mit MyCareNet schaffen wir gezielte Unterstützung und machen Angebote sichtbar, die im Alltag wirklich helfen“, erklärt Dr. Katja Bär, Vorstand der Hans und Ilse Breuer-Stiftung.
Eine Demenzerkrankung in jüngeren Jahren trifft die Betroffenen häufig mitten im Leben – in einer Phase, die geprägt ist von Beruf, Familie und finanzieller Verantwortung. Die Diagnose bringt daher nicht nur medizinische, sondern auch erhebliche psychosoziale Belastungen mit sich.
Um Familien in dieser Situation gezielt zu unterstützen, hat die Stiftung einen umfassenden Online-Leitfaden entwickelt. Der über 100 Seiten starke Ratgeber „Früh betroffen – gut begleitet“ bündelt medizinische, rechtliche, pflegerische und psychosoziale Informationen und gibt konkrete Hilfestellungen für den Alltag. Ziel ist es, Angehörige zu stärken, Orientierung zu geben und die Balance zwischen Fürsorge und Selbstfürsorge zu fördern und sie direkt nach der Diagnose auf ihrem Weg zu begleiten. Der Leitfaden ist seit dem 31. März kostenfrei unter www.demenz-vor-65.de abrufbar.
„Mit der Weiterführung von MyCareNet übernehmen wir bewusst langfristig Verantwortung. Unser Ziel ist es, die aufgebauten Strukturen zu sichern und weiterzuentwickeln, damit betroffene Familien dauerhaft Unterstützung finden“, betont Dr. Katja Bär.
Das Projekt wurde über fünf Jahre hinweg vom Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege sowie von den Verbänden der Pflegekassen gefördert.
„MyCareNet zeigt eindrucksvoll, wie wichtig zielgruppenspezifische Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sind. Gerade bei einer Demenz vor dem 65. Lebensjahr braucht es Angebote, die über die klassische Versorgung hinausgehen und die Lebenssituation der Betroffenen ganzheitlich in den Blick nehmen. MyCareNet setzt hier wichtige Impulse für eine bessere Unterstützung von Betroffenen und ihren Familien und ergänzt bestehende Angebote. Ich freue mich, dass dieses wichtige Projekt weitergeführt wird“, sagt die Hessische Familien- und Gesundheitsministerin Diana Stolz.
Seit April 2026 liegt die Verantwortung für die Fortführung vollständig bei der Hans und Ilse Breuer-Stiftung.
Weitere Informationen zur Hans und Ilse-Breuer-Stiftung auf der Website http://www.breuerstiftung.de/ und zum StattHaus Offenbach https://breuerstiftung.de/demenzzentrum-statthaus/ sowie zum Institut für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft https://www.izgs.de/ an der Evangelischen Hochschule Hessen www.eh-hessen.de.
Pressekontakt Hans und Ilse Breuer-Stiftung: Uli Kuhn, Telefon 0178 / 322 01 82,
uli.kuhn@breuerstiftung.de
